Nr.:160, 24. April 2021, Pressemitteilung Zum 24. April

Republik Türkei Außenministerium 24.04.2021

Wir lehnen die unter dem Druck radikaler armenischer Kreise und anti-türkischer Gruppen am 24. April abgegebene Erklärung des US-Präsidenten zu den Ereignissen von 1915 ab und verurteilen sie auf das Schärfste.

Es ist klar, dass die erwähnte Aussage weder eine wissenschaftliche und rechtliche Grundlage hat, noch durch irgendwelche Beweise gestützt wird. In Bezug auf die Ereignisse von 1915 sind keine der Bedingungen erfüllt, die für die Verwendung des im Völkerrecht streng definierten Begriffs "Völkermord" erforderlich sind.

Die Besonderheit der Ereignisse von 1915 ändert sich nicht entsprechend den aktuellen politischen Motiven der Politiker oder innenpolitischen Erwägungen. Eine solche Haltung dient nur einer vulgären Verzerrung der Geschichte.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die umstrittene Besonderheit der Ereignisse von 1915 klar bestätigt. Darüber hinaus schlug die Türkei im Jahr 2005 der armenischen Seite vor, eine gemeinsame Geschichtskommission zu gründen, um im Lichte der historischen Fakten eine gerechte Erinnerung jener Zeit zu erreichen. Obwohl Armenien nie auf diesen Vorschlag geantwortet hat, liegt es immer noch auf dem Tisch. In dieser Hinsicht hat die Erklärung des US-Präsidenten, der weder rechtlich noch moralisch befugt ist, über historische Angelegenheiten zu urteilen, keinen Wert.

Als ein Land, das sich im Zentrum einer Region befindet, die als Wiege der Zivilisationen bezeichnet wird, und das trotz aller Leiden die Haltung eingenommen hat, sich für den Frieden und die Gelassenheit der Menschheit einzusetzen, hat die Türkei es nie vermieden, sich ihrer Geschichte zu stellen und wird sich in dieser Hinsicht von keinem Land, auch nicht von den USA, Lektionen erteilen lassen.

Aus diesem Anlass gedenken wir noch einmal an die wertvollen Erinnerungen der Menschen aus allen muslimischen, christlichen und jüdischen Gemeinden des Osmanischen Reiches, die unter den außergewöhnlichen Bedingungen der Zeit vor und während des Ersten Weltkrieges ihr Leben verloren. Die von Präsident Recep Tayyip Erdoğan am 24. April übermittelte Botschaft für die osmanischen Armenier, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben verloren haben und die auch in diesem Jahr während der Liturgie im armenischen Patriarchat in Istanbul gelesen wurde, spiegelt die diesbezügliche Haltung der Türkei zu diesem Thema.

Nach mehr als hundert Jahren dieses Leidens in der Vergangenheit wird die Erklärung des US-Präsidenten, anstatt aufrichtige Anstrengungen zu unternehmen, um die Wunden der Vergangenheit vollständig zu heilen und gemeinsam die Zukunft in unserer Region aufzubauen, keine Ergebnisse liefern, außer die Nationen zu polarisieren sowie den Frieden und die Stabilität in unserer Region zu behindern.

Diese Erklärung der USA, die die historischen Tatsachen verzerrt, wird im Gewissen des türkischen Volkes niemals akzeptiert werden und eine tiefe Wunde öffnen, die unser gegenseitiges Vertrauen und unsere Freundschaft untergräbt.

Wir fordern den US-Präsidenten auf, diesen schwerwiegenden Fehler zu korrigieren, der keinem anderen Zweck dient als bestimmte politische Kreise zu befriedigen und die Bemühungen zu unterstützen, die darauf abzielen, eine Praxis des friedlichen Zusammenlebens in der Region zu etablieren, insbesondere zwischen der türkischen und der armenischen Nation, anstatt der Agenda jener Kreise zu dienen, die versuchen, Feindschaft aus der Geschichte zu schüren.

Atatürk

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